Cevennen

10 Tage: Motorradtouren in den Cevennen

Hochplateaus und beeindruckende Schluchten im südlichen Zentralmassiv

Tourdaten

  • Termin:
    22.09. - 01.10.2017
  • Dauer:
    10 Tage, 8 Übernachtungen
  • Treffpunkt:
    Am späten Nachmittag bei Silberdistel Motorrad-Reisen.
  • Gesamtkilometer:
    ca. 1.100 km
  • Tagesstrecken:
    80 - 220 km
  • Straßenzustand:
    Meist gute Straßenverhältnisse, hin und wieder Naturstrecken aber keine unbefestigte Straßen. Teilweise auch recht schmal.
  • Mindestteilnehmerzahl:
    7 Personen/Motorräder,
  • Reisepreis:
    Fahrer: 1.599,00 Euro
    Beifahrer: 1.399,00 Euro
    Einzelzimmerzuschlag: 200,00 Euro
  • Anmeldeschluss:
    4 Wochen vor Tourbeginn
  • Tourguide:
    Ralf

Tag 1

Anreise

Wir treffen uns am späten Nachmittag zum Verladen der Bikes bei Silberdistel Motorrad-Reisen. Während des Verladens der Motorräder, das ca. 1,5 - 2 Stunden dauern wird und anschließend beim gemeinsamen Abendessen kannst du die anderen Tourteilnehmer näher kennenlernen. Gut gestärkt und auch gelaunt fahren wir danach im Shuttlebus durch die Nacht Richtung Südfrankreich zum Tourhotel.

Tag 2

Ankommen und Aufwärmtour

Nachdem dem Entladen der Motorräder wird erst einmal gefrühstückt und das Zimmer bezogen. Jetzt kannst du dich, wenn nötig, von der Busreise erholen und auch noch eine Mütze Schlaf nehmen. Am frühen Nachmittag fahren wir unsere erste „Aufwärmrunde“ in den Cevennen. Und die hat´s gleich in sich. Den höchsten Berg der Cevennen gilt es zu erkunden. Der 1567m hohe Mont Aigoual ist nicht nur durch seine Lage, sondern auch durch seine Extreme bekannt. Er wird bei den Einheimischen auch der Wetterberg genannt. Von hier aus haben wir bei klarem Wetter wunderbare Ausblicke auf die umliegenden Täler, aber lassen wir uns überraschen. Tagesstrecke: ca. 80 km

Tag 3

Die südöstlichen Cevennen

Nach dem Frühstück starten wir unsere Tagestour in die östlichen Cevennen. Kurven- und Kehrenreich geht´s zu auf unserem Weg nach Le Pompidou, dem nördlichsten Tourpunkt des heutigen Tages. Vorbei an Saint Jean du Gard und überqueren mit dem Col du Rétardés (381m) und dem Col de Bantarde (624m) unsere ersten „Col´s“ der Tour. Naja, so wirklich hoch sind sie ja nicht, aber die traumhaften Strecken über vielfach gekrümmten Asphalt entschädigen uns für die fehlende Alpenhöhe. In Suméne markieren wir den südlichsten Routenpunkt und wenden uns wieder gen Norden Richtung Saint Martial und nehmen mit dem Col de la Tribale, dem Col de Brés und dem Col de l´Ascilier den letzten Pass des Tages im französischen Zentralmassiv, bevor wir fast schwindelig vom Gekurve wieder im Hotel ankommen.

Tagesstrecke: ca. 200 km

Tag 4

Die nordwestlichen Cevennen

Heute erkunden wir mit der „Gorges du Tarn“ eine der schönsten Flusslandschaften Frankreichs. Der Tarn hat sich hier bis zu 400 Meter tief in die Karstebenen der Cevennen förmlich hineingefressen. In der engen 35 km langen Schlucht schlängelt sich die Straße neben dem Fluß entlang. An besonders engen Stellen sind Tunnel in die Felsen gehauen worden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und werden ein Paar mehr Fotostopps einlegen und die grandiose Natur bestaunen. In Saint Eminie verlassen wir die Schlucht und kurven beschwingt weiter nach Florac. Auf atemberaubend kurvigem Asphalt geht unsere Fahrt weiter, wir umfahren den Mont Aigoual südlich und gelangen am späten Nachmittag über Vallerauge und L´Esperou wieder zurück zum Tourhotel.

Tagesstrecke: ca. 220 km

Tag 5

Tourfrei

Heute lassen wir das schwindelig fahren und erholen uns am Hotelpool, im malerischen Dörfchen oder auf dem einen oder anderen Kurz Trip in die Gegend. Der Tourguide gibt gerne Tipps.

Tag 6

Im Westen

Nachdem wir gestern etwas Ruhe genießen konnten, satteln wir heute zur Tour in den Westen Südfrankreichs.  Wir fahren durch die Gorges de la Jonte nach Millau und weiter nach Saint Gorges de Luzencon. Auf dem Weg dorthin gibt es ein ganz besonderes Bauwerk zu bestaunen. Das Viadukt von Millau ist mit einer maximalen Pfeilerhöhe von 343m das höchste Bauwerk Frankreichs und mit 2460m Länge die längste Schrägseilbrücke der Welt. Und der Rest vom Tag? Kurven, Kurven, Kurven.

Vorbei an Cornus, St. Jean du Bruel, den Col de Pierre Plantée und Lanuéjols fahren wir wieder zurück zum Tourhotel.

Tagesstrecke: ca. 180 km

Tag 7

Cevennen Zentral und Nordost

Nach dem Frühstück fahren wir mit der Erkundung des „Parc National des Cevennes“ fort, indem wir uns heute ins nordöstliche Kurvengewimmel stürzen. Richtung Villefort führt uns die Route durch waldreiches Gebiet und zum Kontrast folgen wir wieder dem Lauf des Tarn über die Hochebene „Causse Mejean“ dem größten und mit 800 - 1247m höchstgelegenen der im Zentralmassiv liegenden „Grands Causses“. Er hat eine Fläche von 340 km² und ist mit seinen rund 450 Einwohnern eher dünn besiedelt. Als besondere Sehenswürdigkeit der Region darf die Höhle Aven  Armand genannt werden, die sich auf dem Causse Mejan in einer Höhe von 970m befindet. Diese wollen wir uns natürlich ansehen. Besonderheit: Eine Standseilbahn im Inneren der Höhle bringt uns hinauf zum Hauptsaal mit seinem Wald von mehr als 400 Stalagmiten. Nach der Besichtigung begeben wir uns wieder auf den Weg zum Tourhotel, wo wir schon um Feierabendwein erwartet werden. Tagesstrecke ca. 220 km

Tag 8

Zum Abschluss Kurvenzirkus in den südlichen Cevennen

Heute lassen wir es kurventechnisch nochmal richtig krachen. Wir fahren nach dem Frühstück gen Süden ins Tal des Flüsschens Vis, das sich obwohl „nur“ 58 km lang ein Bett geformt hat, das seinesgleichen sucht. Der „Cirque de Navacelles“ ist unser heutiges Ziel. Ein wahrer Kurvenzirkus, der bei Blandas seinen Einstieg findet und uns bis zu 400m hinab auf den Talgrund bei St. Maurice Navacelles kreiseln lässt. Die Ausblicke auch hier, atemberaubend.  Wie sich das Flüsschen Jahrtausende lang in den Karst gegraben und eine wohl weltweit einzigartige Schleife gelegt hat ist schon beeindruckend. Saint Pierre de la Fage markiert den südlichsten Teil unserer Motorradreise, denn hier biegen wir wieder nordwärts Richtung Vissec und Alzon ab. Bei Vissec entdecken wir rote Felsen, die am späten Nachmittag ganz besonders zu leuchten beginnen. Wir nehmen uns viel Zeit dafür, denn diese Panoramen und Ansichten bringen die Kamera-Speichekarte an den Rand des Fassungsvermögens. So oder so bleiben die Bilder die wir heute sehen garantiert noch lange in Erinnerung. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Tourhotel zum Verladen der Motorräder und haben beim Abendessen und danach garantiert genügend Gesprächsstoff über diesen Tag.

Tagesstrecke ca. 200 km

Tag 9

Wieder zurück nach Deutschland

Heute sagen wir Südfrankreich „Au Revoir“ und fahren nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Kalbach/Rhön. Die Ankunft ist am Abend (verkehrsabhängig) geplant. Nach dem Entladen der Motorräder lassen wir die Tour im guten Silberdistel Tourhotel beim Abendessen und dem einen oder anderen Gläschen gemütlich ausklingen und begeben uns dann müde, aber mit tollen Erinnerungen an eine unvergessliche Motorradtour zu Bett. Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen treten wir die individuelle Heimreise an.