Dolomiten

10 Tage: Motorradtouren in den Dolomiten

Hinein ins Südtiroler Pässekarussell

Tourdaten

  • Termin:
    07. - 16.09.2018
  • Dauer:
    10 Tage, 8 Übernachtungen
  • Treffpunkt:
    Um 17:30 Uhr bei Silberdistel Motorrad-Reisen
  • Gesamtkilometer:
    ca. 1.250 km
  • Tagesstrecken:
    60 - 300 km
  • Straßenzustand:
    Gut ausgebaute Land- und Passstraßen, mit hochalpinem Charakter über Berg und Tal mit unzähligen Kurven und Spitzkehren.
  • Mindestteilnehmerzahl:
    7 Personen / Motorräder
  • Reisepreis:
    Fahrer: 1.500,00 Euro
    Beifahrer: 1.350,00 Euro
    Einzelzimmerzuschlag: 140,00 Euro
  • Anmeldeschluss:
    4 Wochen vor Tourbeginn
  • Tourguide:
    Michael

Tag 1

Anreise und Eingewöhnen

Wir treffen uns zum Tourstart gegen 17:30 Uhr zum Verladen der Bikes. Beim gemeinsamen Abendessen kannst du die anderen Tour Teilnehmer kennenlernen. Danach fahren wir gut gestärkt und auch gelaunt im Shuttlebus durch die Nacht nach Südtirol zum Tourhotel in Arabba welches wir vormittags zum Frühstück erreichen.

Tag 2

Ankommen und kurze Aufwärmrunde

Nachdem dem Entladen der Motorräder wird erst einmal gefrühstückt und das Zimmer bezogen. Jetzt kannst du dich, wenn nötig von der Busreise erholen und auch noch eine Mütze Schlaf nehmen. Am frühen Nachmittag fahren wir unsere erste „Aufwärmrunde“. Und die kann schon mit 4 Pässen aufwarten. Pordoi-Pass, Sella-Pass, Grödner Joch und der Campolongopass sind wohlklingende Namen und lassen die allermeisten Bikerherzen höher schlagen. Wir lassen es ruhig angehen, genießen die Gegenden und sind nach knapp 60 kurvenreichen Kilometern wieder im Hotel und lassen bis zum Abendessen den Tag gemütlich ausklingen. Morgen suchen wir uns andere schöne Passstraßen.

Tagesstrecke: ca. 60 km

Tag 3

Im Südosten - Pässe, Pässe, Pässe

Heute gibt’s schon ein wenig mehr zu tun, denn nach dem Frühstück steigen ins Südtiroler Pässekarussel ein. Mit dem Pordoi Joch und dem Giaupass starten wir die Tour und erfahren mit dem Staulanza- und Duranpass- weitere Traumstrecken. Die Forccella Aurine und der Cereda Pass sind eher wenig befahrene aber fahrtechnisch hochinteressante Pässe und bilden die südlichsten Wegpunkte des heutigen Tages. Aber nicht genug. Es warten noch der Rolle-, Valles- und San Pelegrino Pass auf die Überquerung bevor wir zum Abschluss nochmals über das Pordoijoch, diesmal aber in entgegengesetzter Richtung wie gestern, wieder zurück ins Hotel fahren, wo wir uns das Stiefelbier nach 10 Pässen heute redlich verdient haben.

Tagesstrecke: ca. 220 km

Tag 4

Im Nordwesten - 6 Pässe

Wir verlassen Arabba Richtung Norden und fahren über den Campolongopass nach Corvara und weiter das Gadertal hinab bis nach St. Martin wo wir auf die verwinkelten Sträßchen zum Würzjoch abbiegen. Traumhaft kleine Sträßchen ohne viel Verkehr bringen uns hinauf auf knapp über 2000m. Wer das Würzjoch kennt weiß, dass der Weitblick eher begrenzt ist, aber guten Kaffee kochen Sie dort oben. Nach einer Pause fahren wir weiter und erreichen im großen kurvenreichen Bogen Ortisei und befahren nach wenigen Kilometern den Pinaisattel. Auf unserer Route umrunden wir hinter Kastelruth und Seis den Naturpark Schlern Rosengarten bis wir mit dem Niger - und Karerpass den 4. und 5. Pass des heutigen Tages. In Canazei biegen wir nicht zum Sellajoch ab, sondern fahren weiter südöstlich zum Fedaja Stausee und gleichnamigen Pass bevor wir in Saviner die Laste wieder nach Norden abbiegen und nach wenigen Kilometern wieder im Hotel ankommen wo der Feierabendkaffee schon auf uns wartet.

Tagesstrecke ca. 220 km

Tag 5

Zur freien Verfügung

Heute wird entspannt und jeder macht was er will. Der Tourguide gibt gerne Tourentipps in die nähere Umgebung. Vielleicht fährt er auch eine kleine Runde, wer weiß.

Tag 6

Östliche Dolomiten und Friaul

Entspannt genug, heute fahren wir wieder Motorrad. Richtung Südosten führt uns die Route und wir befahren mit dem Giau Pass gleich zu Beginn einen der aus meiner Sicht schönsten Dolomitenpässe auch wieder in entgegengesetzte Richtung als vor ein paar Tagen. In Cortina d´Ampezzo halten wir uns östlich und erreichen über den Passo Tre Croci die SS48 die uns weiter östlich in die karnischen Alpen nach Cima Gogna bringt. Hinter Cima Gogna biegen wir links ab und nun werden im Sauriser Tal die Straßen nochmal schmaler und kurviger. Sauris (zu Deutsch: Zahre) ist im Friaul eine deutsche Sprachinsel und für seinen besonders feinen Schinken bekannt. Den wollen wir in Sauris di Sopra auch probieren und legen hier eine Rast ein. Nach diesem Genuss widmen wir uns wieder den fahrerischen Genüssen die uns die Route noch massenhaft bietet. Nicht mehr so hoch wie die Dolomiten aber trotzdem ebenso kurvige Sträßchen unterhalb der Baumgrenze sorgen für komplett andere Landschaftseindrücke. Der Passo Monte Rest ist gerade mal 1052m hoch und liegt mitten im Wald. Mal was ganz anderes. Lass dich überraschen. Bei Soffranco verlasen wir das Friaul und befahren wieder Dolomitenstraßen. Über den Staulanzapass erreichen wir am späten Nachmittag mit tollen Eindrücken wieder unser Hotel zum Stiefelbier zum Tour Abschluss.

Tagesstrecke: ca. 300 km

Tag 7

Tolle Strecken im Westen

Nach dem Frühstück und dem allmorgendlichen Briefing fahren wir durch das Grödnertal hinab ins Eisacktal nach Waidbruck und auf der anderen Seite wieder hinauf nach Barbian. Die Sarntaler Alpen nördlich von Bozen liegen nun auf der Route. Kurvenreich beschwingt befahren die bewaldete Hochebene und gelangen ins Talvera Tal. Dem Flüsschen Talvera folgen wir gegen den Lauf und erreichen mit dem Penserjoch wieder Hochalpines Gebiet. Als echter Motorradtreffpunkt lohnt sich eine Capuccino- Pause und event. ein kurzer Rundgang zur Begutachtung der Maschinen auf jeden Fall. Vom Penserjoch fahren wir hinab nach Sterzing und biegen dann links ins Pustertal ein. Die SS49 bringt wegen des Verkehrs nur bedingt Spaß und deshalb biegen wir in Niedervintl links ab und fahren über die "Strada del Sol" weitaus kurviger und haben von vielen Punkten am Hang tolle Ausblicke auf das Pustertal. Das lassen wir uns natürlich gefallen und fahren auf der Sonnenstraße ohne viel Verkehr bis nach Bruneck. Hier biegen wir ins Gadertal ab und fahren entspannt hinauf nach Stern und gelangen über Corvara und den Campolongopass wieder nach Arabba ins Tourhotel.

Tagesstrecke: ca. 240 km

Tag 8

Was fehlt noch?

Der letzte Tourtag ist angebrochen. Nach dem Frühstück fahren wir hinauf zum Falzarego-Pass. Hier biegen wir links ab und gelangen wenig später zum Valparolapass mit seiner markanten Befestigungsanlage „Tra i Sassi“, einem österreichischen Sperrfort aus dem 1. Weltkrieg. Bis dato gehörte der Valparolapass nämlich zu Tirol. Heute dient das Fort als Museum. Tolle Ausblicke auf die Gegend und genügend Fotoobjekte gibt´s ebenfalls. Nach kurzer Pause fahren wir nochmal das Gadertal hinab bis nach Zwischenwasser und biegen zum Kronplatz ab. St. Vigil und der Furkelpass ist den Skifahrern unter uns bestimmt bestens bekannt. Er lässt sich schön mit dem Motorrad befahren und gehört somit zum Stammprogramm einer jeden Dolomitentour. Aber davon gibt’s noch mehr. Wir fahren weiter nach Olang und treffen dort wieder auf die SS49. Aber nur bis nach Toblach. Hier biegen wir rechts ab und erreichen nach wenigen Kilometern den Misourinapass. Was wäre eine Motorradtour in den Dolomiten ohne einen Blick auf das Wahrzeichen eben jener. Richtig, ohne Drei Zinnen - Blick fahren wir nicht heim. Also links abbiegen, der Mautstraße folgen, Drei Zinnen anschauen, fotografieren, glücklich sein. Wir müssen aber weiter, denn der Misurinasee mit seinem traumhaften Seepanoramawartet schon als nächster Routenpunkt lädt zu einer weiteren Rast ein bevor wir in Cortina d´Ampezzo im „Eiscafe Rubens“ von italienischer Gelatokunst überzeugen. Den berühmte Wintersportort fügen wir auch unserer Sammlung sehenswerter Dolomiten-Orte hinzu und fahren dann wieder hinauf zum Falzaregopass, oder vielleicht nochmal den Giau? Schaun mer ma was wir noch an Zeit und Kondition zur Verfügung haben. Am Nachittag erreichen wir wieder unser Tourhotel zum Verladen der Motorräder.

Tagestrecke: ca. 200 km

Tag 9

Wieder zurück nach Deutschland

Heute sagen wir Südtirol Ciao und fahren nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Kalbach in der Rhön. Die Ankunft ist am späten Nachmittag (verkehrsabhängig) geplant. Nach dem Entladen der Motorräder lassen wir die Tour im guten Silberdistel Tourhotel beim Abendessen und dem einen oder anderen Gläschen gemütlich ausklingen und begeben uns dann müde aber mit tollen Erinnerungen an eine außergewöhnliche Motorradtour zu Bett.

Tag 10

Heimreise

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen treten wir die individuelle Heimreise an.