Kärnten

10 Tage: Kärnten, Slowenien und Italien

Grenzenloses Motorradvergnügen auf der Südseite der Alpen

Tourdaten

  • Termin:
    14. - 23.06.2023
  • Dauer:
    10 Tage, 8 Übernachtungen
  • Treffpunkt:
    Am späten Nachmittag bei Silberdistel Motorrad-Reisen.
  • Gesamtkilometer:
    ca. 1.400 km
  • Tagesstrecken:
    180 - 250 km
  • Straßenzustand:
    Meist gut ausgebaute, kurvenreiche Straßen. Viele Passstraßen, viele Kehren, teilweise recht schmal.
  • Mindestteilnehmerzahl:
    mindestens 8 Personen, maximal 9 Motorräder
  • Reisepreis:
    Fahrer: 1.960,00 Euro
    Beifahrer: 1.830,00 Euro
    Einzelzimmerzuschlag: 140,00 Euro
  • Anmeldeschluss:
    4 Wochen vor Tourbeginn
  • Tourguide:
    Manni

Tag 1

Anreise

Wir treffen uns am späten Nachmittag zum Verladen der Motorräder bei Silberdistel Motorrad-Reisen. Anschließend beim gemeinsamen Abendessen kannst du die anderen Tourteilnehmer kennenlernen. Danach fahren wir gut gestärkt und auch gelaunt im Komfort-Shuttlebus mit Schlafsesseln durch die Nacht nach Österreich genauer gesagt nach Maishofen.

Tag 2

Aufwärmtour und Ankommen

Zum Start unserer Motorradtouren geht es gleich hoch hinaus. Nach der Ankunft in Maishofen werden die Motorräder entladen, denn wir wollen direkt nach dem Frühstück die frühen Stunden für ein ganz besonderes Schmankerl nutzen. Die Großglockner Hochalpenstraße, ganz zweifellos im allgemeinen Bewusstsein als Europas schönste Pass-Straße der Ostalpen bekannt, ist früh morgens relativ verkehrsarm und der Blick von der Edelweissspitze auf das Alpenpanorama rundum entschädigt für das frühe Aufstehen allemal. Wir sind ja schon wach und wollen uns die 48 Panoramakilometer ohne viel Verkehr nicht entgehen lassen. Die zweite Station auf unserer Route ist die Kaiser Franz-Josefs-Höhe. Auch hier, herrliche Aussichten. Leider auch auf den immer kleiner werdenden Pasterze-Gletscher. Aber wir wollen ja Motorrad fahren und begeben uns auf super ausgebauten, trotzdem nicht weniger kurvigen Straßen vorbei am Örtchen Heiligenblut Richtung Winklern und Lienz. Über Oberdrauburg und den Gailbergsattel gelangen wir nach Kötschach-Mauthen. Von hier ist es nicht mehr allzu weit zu unserem Tourhotel auf dem Nassfeldpass, wo uns Hotelwirtin Martina am Nachmittag zum Begrüßungstrunk und Einchecken erwartet.

Tagesstrecke: ca. 180 km

Tag 3

Durchs Gitschtal ins Maltatal

Los geht’s nach dem Frühstück. Wir fahren über Hermagor durch das Gitschtal nach Greifenburg. Weiter geht die Fahrt ins Künstlerstädtchen Gmünd. Von hier aus machen wir den Abstecher durchs Maltatal zum Kölnbreinspeicher, dem größten Stausee Österreichs. Nicht nur die beeindruckende Staumauer, sondern auch der Ausblick vom Airwalk an derselben ist einfach atemberaubend. Danach folgen wir der Route weiter zum Millstädter See. Um dem verkehrstechnischen Trubel in Seeboden zu entgehen schlagen wir einfach kurz vorher einen Haken und gelangen über Tangern und Laubendorf nach Millstädt und folgen dem Seeufer bis zum östlichen Ufer. Wir finden auch bestimmt ein nettes Café für eine weitere Kaffeepausebevor wir uns auf den Heimweg ins Tourhotel begeben und dieses am späten Nachmittag erreichen.

Tagesstrecke: ca. 240 km

Tag 4

Triglav Nationalpark und Julische Alpen

Unsere heutige Drei Länder Tour startet in Italien. Nach den ersten Spitzkehren an der Südrampe des Nassfeldpasses erreichen wir Pontebba und fahren weiter nach Tarvisio. Kurz hinter Tarvisio führt uns die Route nach Arnoldstein in Österreich um nach kurzer Fahrt über den Wurzenpass in Podkoren schon Slowenischen Boden unter den Rädern zu haben. Im bekannten Wintersportort Kanjska Gora werden wir eine kurze Kaffeepause einlegen, bevor entlang der Save die anspruchsvolle Straße zum Vrsic-Pass dem höchsten Gebirgspass in Slowenien beginnt die im ersten Weltkrieg von russischen Kriegsgefangenen als Heerstraße zwischen dem Sava- und dem Soča Tal gebaut wurde. Die russische Kapelle an der Straße erinnert an die Todesopfer, die dem Straßenbau während dieser Zeit zum Opfer fielen. Wir fahren weiter durch den Triglav Nationalpark immer entlang der Soča, einem teilweise reißenden Fluss, der sich abenteuerlich durch den Nationalpark windet. Am Mangartsattel steigen wir von den Motorrädern und genießen den Blick von Slowenien in die Italienische Bergwelt um wenig später am Predil Pass Slowenien „Nasvidenje“ zu sagen und Italien mit einem „Bon giorno“ zu begrüßen. Über geschwungenen Asphalt gelangen wir zum idyllisch gelegenen Predilsee, welcher zu einer kurzen Rast einlädt. Den 1.195m hohen Neveasattel erfahren wir auf unserem Weg Richtung Westen durch die Julischen Alpen nach Chiusaforte biegen Richtung Norden ab und erreichen am Nachmittag wieder zum Tourhotel am Nassfeldpass.

Tagesstrecke ca. 220 km

Tag 5

Zur freien Verfügung

Heute wird entspannt und jeder macht was er will. Der Tourguide gibt gerne Tourentipps in die nähere Umgebung. Vielleicht wandert er bei gutem Wetter auch ein wenig auf dem Nassfeld. Er kennt dort die eine oder andere Berghütte mit herrlichen Ausblicken. Also, pack bei Interesse schon mal ein Paar festere Laufschuhe ein. Hochalpin-Ausrüstung ist definitiv nicht erforderlich!

Tag 6

Die Königsetappe

Heute werden wir durch Kurven und Kehren wuseln, was das Zeug hält. Darum gut frühstücken, wir brauchen heute Kraft und Ausdauer. Vom Nassfeld hinab fahren wir nach Pontebba und Moggio Udinese. Durch die Lavendelfelder von Venzone geht die Fahrt vorbei an Gevazzo Carnico nach Verzegnis und seinem gleichnamigen See. Die Auffahrt zur Sella Chianzutan ist noch recht gemütlich, aber dann wird es richtig kurvig und auch eng. Im Gegensatz zu den meisten Dolomitenrouten sind die alten Militärstrassen aus dem ersten Weltkrieg aus Mangel an schwerem Baugerät dem Gelände angepasst. Und eben das macht den Reiz dieser Gegenden im Friaul aus. Unterhalb der Baumgrenze klammern sich die Sträßchen an die Bergwände. Kleine unbeleuchtete Tunnel teilweise mit 180° Kehren sind keine Seltenheit. In Campone erreichen wir den südlichsten Punkt der heutigen Tour. Der Passo Monte Rest ist mit seinen knapp über 1000 Höhenmetern eine recht enge und kurvige, aber für den erfahrenen Motorradfahrer eine wonnige Angelegenheit. Es geht nur selten mehr als 500m gerade aus. In dem ganzen Kurvengewusel kann es schnell passieren, dass man die Passhöhe, die sich wirklich in einem Waldstück befindet, überfährt ohne es zu merken. Doch wir sind noch nicht durch mit dem Kurvengewusel. Kurz hinter Ovaro erwartet uns mit dem Passo Monte Zoncolan ein weiterer Höhepunkt. Auf der knapp zweispurigen (im oberen Teil nur noch einspurigen) Westrampe schrauben wir uns durch drei enge Tunnel und Steigungen bis zu 20% hinauf zum Gipfel auf 1730m. Nichts für schwache Nerven. Aber auf der Ostrampe erreichen wir talwärts vergleichsweise gemütlich über breitere Straßen das Dörfchen Sutrio und biegen in die SS52 ein, die uns vorbei an Paluzza und Timau über den Plöckenpass zurück nach Österreich bringt. Über Kötschach-Mauthen und Tröpolach gelangen wir wieder zurück aufs Nassfeld in unser Tourhotel. Das Stiefelbier mit dem folgenden Abendessen haben wir uns heute redlich verdient.

Tagesstrecke: ca. 250 km

Tag 7

In die Nocki Mountains

Die Faszination der Nockberge begeistert jeden Motorradfahrer. Los geht’s nach dem Frühstück. Wir fahren über Tröpolach und Hermagor nach Feistritz an der Drau. In Döbriach streifen wir kurz das östliche Ufer des Millstätter Sees und gelangen über Bad Kleinkirchheim nach Reichenau wo wir kurz hinter dem Ortsausgang nach links in die Nockalmstrasse einbiegen. Her erfahren wir und erfreuen uns an 52 Kehren auf 34 km super ausgebauten Straßen erfreuen. Hier gibt es einiges zu bestaunen. Zechneralm, Eisentalhöhe und Karlbad, diese wohlklingenden Namen sind dem einen oder anderen bestimmt noch in Erinnerung. Hinter Kremserbrücke folgen wir dem Flüsschen Lieser nach Gmünd, dass wir schon von der Tour ins Maltatal kennen. Allerdings haben wir heute Zeit die wunderschöne Altstadt für einen Kaffee, Cappuccino und/oder leckeres Eis zu besuchen. Danach fahren wir das Gitschtal in umgekehrter Richtung wieder zurück nach Hermagor und sind pünktlich zum Siefelbier wieder zurück im Tourhotel.

Tagesstrecke: ca. 250 km

Tag 8

Lienzer Dolomiten und Gailtaler Alpen

Die Tagestour durch die Lienzer Dolomiten und Gailtaler Alpen im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Kärnten bietet uns nach der gestrigen Tour zum Ende unserer Kärnten-Reise echten Genuss für alle Sinne. Viele Kurven, die eine oder andere Spitzkehre, gemütliches Touren über kleinste Landstraßen abseits aller Hektik und durch sehenswerte Dörfer – all das würzt unsere letzte Tour in Kärnten ungemein. Wir nehmen uns Zeit für diese Runde über landschaftlich schöne Strecken.

Wir starten nach dem Frühstück und erfahren über Tröpolach und Kötschach-Mauthen den Gailbergsattel und gelangen nach Kurvenreicher Fahrt Oberdrauburg. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Lienz, das wir so gut es geht umfahren und in Leisach rechts auf die Pusterlaler Höhenstraße abbiegen. Die Pustertaler Höhenstraße, eine der schönsten Panoramastrassen Osttirols erwartet uns auf ihrem Verlauf bis mit ungezählten Kurven, herrlich gelegenen Höfen und kleinsten Dörfern bis hinauf auf 1800m Höhe. Die natürlichen Sonnenterasse bietet uns traumhafte Ausblicke auf das zu unseren Füßen gelegene Hochpustertal. Eine Traumlandschaft für sich. Kurz vor der österreichisch-italienischen Grenze biegen wir links ins Lesachtal, dem vielleicht reizvollsten Tal in den Ostalpen, ab. In Kötschach-Mauthen legen wir noch eine Kaffeepause ein, bevor wir uns wieder auf den Berg zum Tourhotel machen. Wir müssen ja leider wieder packen, denn morgen geht´s wieder Richtung Deutschland.

Tagestrecke: ca. 200 km

Tag 9

Wieder zurück nach Deutschland

Heute sagen wir Kärnten Servus und fahren nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Kalbach/Rhön. Die Ankunft ist am späten Nachmittag (verkehrsabhängig) geplant. Nach dem Entladen der Motorräder lassen wir die Tour im guten Silberdistel Tourhotel beim Abendessen und dem einen oder anderen Gläschen gemütlich ausklingen und begeben uns dann müde, aber mit tollen Erinnerungen an eine außergewöhnliche Motorradtour zu Bett.

Tag 10

Heimreise

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen treten wir die individuelle Heimreise an.