Vinschgau

10 Tage: Motorradtouren im Dreiländereck Italien, Österreich, Schweiz

Traum-Strecken im Westen Südtirols

Tourdaten

  • Termin:
    21. - 30.06.2022
  • Dauer:
    10 Tage, 8 Übernachtungen
  • Treffpunkt:
    Am späten Nachmittag bei Silberdistel Motorrad-Reisen.
  • Gesamtkilometer:
    ca. 1.500 km
  • Tagesstrecken:
    140 - 270 km
  • Straßenzustand:
    Meist gut ausgebaute, kurvenreiche Straßen. Viele Passstraßen, viele Kehren, teilweise recht schmal.
  • Mindestteilnehmerzahl:
    mindestens 7 Personen, maximal 9 Motorräder
  • Reisepreis:
    Fahrer: 1.860,00 Euro
    Beifahrer: 1.710,00 Euro
    Einzelzimmerzuschlag: 140,00 Euro
  • Anmeldeschluss:
    4 Wochen vor Tourbeginn
  • Tourguide:
    Ralf

Tag 1

Anreise

Wir treffen uns am späten Nachmittag zum Verladen der Motorräder in Kalbach/Rhön. Alleine das Verladen der Bikes in den Bus ist schon sehenswert. Und das schönste daran, du stellst nur dein Motorrad ab, und verstaust dein Gepäck im Bauch des Busses. Der Rest wird erledigt. Anschließend gibt´s erst mal Abendessen. Dabei kannst du die anderen Tourteilnehmer kennenlernen. Danach fahren wir gestärkt und gut gelaunt im bequemem Shuttlebus mit Schlafsesseln durch die Nacht ins Grenzgebiet Österreich/Italien Richtung Tourhotel.

Tag 2

So, wo samma denn?

Geplant ist die Ankunft am frühen Vormittag. Im Hotel angekommen gibt´s erst einmal Frühstück für die Gruppe. Während danach die Motorräder entladen werden, checken wir in aller Ruhe ein und beziehen unsere Zimmer. Wir haben genügend Zeit um die Koffer auszuräumen und bei Bedarf noch eine Mütze Schlaf zu nehmen, bevor wir am frühen Nachmittag zu einer kurzen, aber nicht minder interessanten Spritztour in die Gegend aufbrechen. Tolle Kurven zum Einstimmen auf die kommenden Tage sind ebenso gewiss wie traumhafte Ausblicke von exponierten Punkten in die wundervolle Landschaft des Vinschgaus. Nach der Ankunft im Hotel lassen wir den Tag beim Abendessen und guten Getränken ausklingen.

Tagesstrecke: ca. 140 km

Tag 3

Die 4 Pässe-Tour Italien

Nachdem wir uns gestern nicht voll verausgabt haben können wir uns heute nach gut durchschlafener Nacht und dem reichhaltigen Frühstück im Hotel etwas anspruchsvolleren Aufgaben widmen. Den Anfang macht das Stilfser Joch oder italienisch „Passo di Stelvio“, den mit 2757 m höchste Gebirgspass Italiens gilt es heute zum ersten Mal zu erfahren. Den Cappuccino am Gipfel nach 48 unvergesslichen Kehren haben wir uns dann, garniert mit einer bei gutem Wetter sagenhaften Aussicht, redlich verdient. Nach diesem Genuss fahren wir „hinunter“ nach Bormio. Ob man bei einer Meereshöhe von 1250 m von „hinunter“ sprechen kann überlasse ich dir. Aber Spaß macht die Abfahrt auf jeden Fall. In Bormio biegen wir links ab und fahren zum Gavia Pass den wir auf einer Höhe von 2618 m überqueren. Über 15 Kehren führt uns die Route über die Südrampe hinauf und über 10 Kehren der Nordrampe zwar weniger in der Anzahl aber ebenfalls recht eindrucksvoll weiter zum nächsten Highlight der heutigen Tour, dem Tonale Pass. Mit einer Höhe von „nur“ 1884 m und mit „nur“ 9 Kehren auf der Westrampe gibt sich der Tonale Pass eher gediegen und stellt uns Konditionsmäßig nicht vor unlösbare Aufgaben. Der Gampenpass markiert mit 1518 m die Verbindung vom Nonstal zum Etschtal und den letzten Höhepunkt der heutigen Motorradtour die wir am Nachmittag mit tollen Eindrücken und etwas mehr 250 gefahrenen Kilometern ohne viele Geraden im Tourhotel beim Stiefelbier beschließen.

Tagesstrecke: ca. 250 km

Tag 4

Timmels Joch und Piller Höhe

Heute führt uns die Route über Meran und dem Passeiertal hinauf zum Timmelsjoch, dem Höhepunkt des heutigen Tages. Von der italienischen Seite angefahren erleben wir bis zum Scheitelpunkt herrlich kurvigen Asphalt in guter Qualität. Auf der österreichischen Seite war da bei meinem letzten Besuch im Bereich Straßenqualität noch viel Luft nach oben. Verwunderlich, dass die Österreicher dafür Maut verlangen, die Südtiroler hingegen gute Straßenqualität zum Nulltarif bereitstellen. Aber lassen wir uns überraschen. Am Timmelsjoch angekommen werden wir bei gutem Wetter mit einer grandiosen Rundumsicht auf die umliegenden Berge belohnt. Aber wir wollen weiter und fahren das Ötztal beschwingt hinab bis nach Sautens, wo wir links abbiegen über Nebenstraßen ins Pitztal gelangen.Der Piller Sattel verbindet das Pitztal mit dem Kaunertal und von der Piller Höhe genießen wir tolle Alpenpanoramen vom Gachenblick . Danach erreichen wir über Kaunerberg den Ort Prutz und befahren die L65 vorbei an Tösens, Pfunds und Nauders hinauf zur Österreichisch- Italienischen Grenze und zum Reschenpass. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Tourhotel das wir am späten Nachmittag erreichen.

Tagesstrecke: ca. 270 km

Tag 5

Zur freien Verfügung

Heute wird entspannt und jeder macht was er will. Der Tourguide gibt gerne Tourentipps in die nähere Umgebung. Vielleicht fährt er auch eine kleine Runde, wer weiß.

Tag 6

Die Schmuggler Tour

Ob wir uns mit unseren Motorrädern heute wirklich über alte Schmugglerrouten bewegen, naja…… Auf jeden Fall sind wir heute im Grenzgebiet Österreich-Schweiz und Schweiz-Italien unterwegs. Im österreichisch-schweizer Grenzgebiet liegt das schweizerische Zollausschlussgebiet Samnaun, ein aus mehreren Ortsteilen bestehendes quirliges Skiörtchen, wo man zollfrei einkaufen und auch tanken kann. Bestimmt fällt dem einen oder anderen etwas Besonderes ein mit dem er sich, oder seine Lieben beschenken könnte. Das Motorrad freut sich bestimmt über einen guten und günstigen Schluck „Super plus“. Auch wollen wir die Schmuggleralm besuchen damit wir dem Namen unserer Tour so gerecht wie möglich werden. Nach dem Aufenthalt verlassen wir Samnaun wieder Richtung Vinadi und weiter ‚“Inn aufwärts“ vorbei an Martina, Scuol und Ardez bis nach Susch, wo wir links abbiegen. In Zernez verlassen wir den Lauf des „jungen Inn“ und gelangen nach kurzer, kurvenreicher Fahrt zum Tunnel Munt la Schera der das Engadin im Schweizer Kanton Graubünden mit Livigno in der italienischen Provinz Sondrio verbindet. Auch Livigno ist zollfreies Gebiet und wer in Samnaun etwas vergessen hat einzukaufen kann das hier nachholen, die Konditionen sind ziemlich gleich, eben zollfrei. Ansonsten ist Livigno immer einen kurzen Stopp wert um in einem der netten Cafés ein wenig dem Treiben der Touristen und Schnäppchenjäger bei einer Tasse Cappuccino o.ä. zuzuschauen. Über den Foscagno Pass gelangen wir nach Bormio und weiter hinauf zum Stilfser Joch. Wir biegen aber kurz vor dem Scheitelpunkt links ab und fahren zum Umbrail Pass, der auf einer Tour im Gebiet nicht fehlen darf. Von hier aus führt uns die Route weiter nach Santa Maria Val Müstair und kurz vor Tubre befahren wir wieder Südtiroler Boden zum Tourhotel, wo wir am Nachmittag zum Stiefel- Kaffee, oder -Bier erwartet werden.

Tagesstrecke: ca. 270 km

Tag 7

„Auf der rhätschen Eisenbahne“

Neben Stilfser Joch total gönnen wir uns heute etwas ganz Besonderes. Das Frühstück wird heute seinem Namen vollends gerecht, denn gegen 8:00 Uhr verlassen wir schon das Hotel und fahren über das Stilfser Joch hinab nach Bormio, dann weiter nach Tirano und stellen dort die Motorräder wieder ab. Wir haben nämlich einen Termin. Außer dem frühen Start erst einmal nichts extra Bemerkenswertes, wäre da nicht Tiranos Bahnhof, der den Streckenendpunkt des weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannten „Bernina Express“ markiert. Letzterer schlängelt sich ziemlich spektakulär zwischen Chur und Tirano über die Alpen und darf mit Fug und Recht als eine der wohl spektakulärsten Alpenüberquerungen bezeichnet werden.: Der Bernina Express verbindet als höchste Bahnstrecke über die Alpen den Norden Europas mit dem Süden. 55 Tunnels, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Bernina Express mit Leichtigkeit. Auf 2 253 Meter über Meer thront das Dach der Rhätischen Bahn, dass „Ospizio Bernina“. Der größte Teil Strecke gehört seit Sommer 2008 zum UNESCO Welterbe und ist ein Markenzeichen der Rhätischen Bahn.

Und diesem Vergnügen wollen wir im modernen Bernina Express Panoramawagen auf der Strecke Tirano – St. Moritz – Tirano frönen und die unbeschränkte Sicht auf das unberührte Alpenpanorama genießen.

Etwas mehr als 5 Stunden brauchen wir für dieses außergewöhnliche Erlebnis bevor wir uns wieder auf die Motorräder schwingen, die 48 Kehren des Stilfser Jochs zur Abwechslung mal in der anderen Richtung befahren und nach insgesamt 210 km mit tollen Eindrücken den Tag im Tourhotel beschließen.

Tagesstrecke: ca. 210 km

Tag 8

In die nordwestlichen Dolomiten

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Meran. Wir umfahren die Stadt gekonnt und verlassen die SS38 um die Pneus wieder gleichmäßig, auch an den Seiten abzufahren. Über kleine Nebenstraßen geht die Fahrt weiter nach Bozen, das wir auch im Bogen umfahren, wir wollen schließlich in die Berge und „noch“ nicht in die Stadt. Von Bozen aus führt und die Route stramm nach Norden und wir gelangen nach einer außerordentlich interessanten Fahrt durch Tunnels und Schluchten, hinauf zum 2211 m hohen Penser Joch welches das Sarntal mit dem Wipptal verbindet. Auch hier erleben wir bei schönem Wetter hochalpine und urgewaltige Landschaften bevor wir Sterzing erreichen, das mit einer der schönsten Südtiroler Altstädte aufwartet. Auch hier werden wir eine Pause einlegen und uns ein wenig umschauen, bevor wir wieder bergan hinaus zum nördlichsten italienischen Pass fahren. Von Sterzing kommend nähern wir uns dem Jaufenpass auf einer Höhe von 2094 m mit freiem Blick auf das Passeier Tal und die vor uns liegenden Kurvengenüsse auf unserem Weg zurück nach Meran. Die wahrscheinlich schönste Stadt Südtirols erwartet uns mit einer quirlig-lebendigen Abwechslung zum „fast“ Abschluss eines weiteren außergewöhnlichen Tour Tages im Sattel. Nach einer weiteren Kaffee- oder/und Eis-Pause machen wir uns wieder auf den Weg ins Tourhotel, dass wir am späten Nachmittag erreichen.

Tagesstrecke: ca. 240 km

Tag 9

Wieder zurück nach Deutschland

Heute sagen wir Südtirol Arrivederci und fahren nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Kalbach/Rhön. Die Ankunft ist am späten Nachmittag (verkehrsabhängig) geplant. Nach dem Entladen der Motorräder lassen wir die Tour im guten Silberdistel Tourhotel beim Abendessen und dem einen oder anderen Gläschen gemütlich ausklingen und begeben uns dann müde, aber mit tollen Erinnerungen an eine außergewöhnliche Motorradtour zu Bett.

Tag 10

Heimreise

Nach dem Frühstück am Donnerstagmorgen treten wir die individuelle Heimreise an.