Kärnten

10 Tage Kärnten, Slowenien und Italien

Grenzenloses Motorradvergnügen auf der Südseite der Alpen

Tourdaten

  • Termin:
    23.06. - 02.07.2017
  • Dauer:
    10 Tage, 8 Übernachtungen
  • Treffpunkt:
    Am späten Nachmittag bei Silberdistel Motorrad-Reisen.
  • Gesamtkilometer:
    ca. 1.650 km
  • Tagesstrecken:
    160 - 330 km
  • Straßenzustand:
    Meist gut ausgebaute, kurvenreiche Straßen. Viele Passstraßen, teilweise recht schmal.
  • Mindestteilnehmerzahl:
    7 Personen/Motorräder
  • Reisepreis:
    Fahrer: 1.399,00 Euro
    Beifahrer: 1.249,00 Euro
    Einzelzimmerzuschlag: 140,00 Euro
  • Anmeldeschluss:
    4 Wochen vor Tourbeginn
  • Tourguide:
    Ralf

Tag 1

Anreise

Wir treffen uns am späten Nachmittag zum Verladen der Motorräder bei Silberdistel Motorrad-Reisen. Anschließend beim gemeinsamen Abendessen kannst du die anderen Tourteilnehmer kennenlernen. Danach fahren wir gut gestärkt und auch gelaunt im Komfort-Shuttlebus mit Schlafsesseln durch die Nacht nach Österreich Richtung Tourhotel.

Tag 2

Aufwärmtour und Ankommen

Zum Start unserer Motorradtouren geht es gleich hoch hinaus. In Zell am See laden wir nach dem Frühstück die Motorräder vom Anhänger, denn wir wollen die frühen Stunden für einem ganz besonderes Schmankerl nutzen. Die Großglockner Hochalpenstraße, ganz zweifellos im allgemeinen Bewusstsein als Europas schönste Pass-Straße der Ostalpen bekannt, ist früh morgens relativ verkehrsarm und der Blick von der Edelweisspitze  auf das Alpenpanorama rundum entschädigt für das frühe Aufstehen allemal. Wir sind ja schon wach und wollen uns die 48 Panoramakilometer ohne viel Verkehr nicht entgehen lassen. Die zweite Station auf unserer Route ist die Kaiser Franz Josefs Höhe. Auch hier, herrliche Aussichten. Leider auch auf den immer kleiner werdenden Pasterze Gletscher. Aber wir wollen ja Motorrad fahren und begeben uns auf super ausgebauten, trotzdem nicht weniger kurvigen Straßen vorbei am Örtchen Heiligenblut Richtung Winklern und Lienz. Über den Gailbergsattel gelangen wir nach Kötschach-Mauthen. Von hier ist es nicht mehr zu unserem Tourhotel auf dem Nassfeldpass, wo uns unser Gepäck und Hotelwirtin Martina am Nachmittag zum Begrüßungstrunk erwartet.

Tagesstrecke: ca. 160 km

Tag 3

Ins Maltatal und durch die Nocki Mauntains

Die Faszination der Nockberge begeistert jeden Motorradfahrer. Los geht’s nach dem Frühstück. Wir fahren über Hermagor durch das Gitschtal nach Greifenburg. Weiter geht die Fahrt nach einem kurzen Abstecher zum Millstätter See ins Künstlerstädtchen Gmünd. Von hier aus machen wir einen Abstecher durchs Maltatal zum Kölnbreinspeicher, dem größten Stausee Österreichs. Der Ausblick vom Airwalk an der Staumauer ist einfach atemberaubend. Danach folgen wir der Route weiter nach Innerkrems, wo wir dann in die Nockalmstrasse einbiegen und uns an 52 Kehren auf 34 km super ausgebauten Straßen erfreuen. Hier gibt es einiges zu bestaunen. Zechneralm, Eisentalhöhe und Karlbad, diese wohlklingenden Namen sind dem einen oder anderen bestimmt noch in Erinnerung. Die Auffahrt zur Turacher Höhe mit dem ehem. steilsten Straßenteilstück Europas steht ebenfalls auf dem heutigen Programm, bevor wir uns über Bad Kleinkirchheim und Freistritz wieder auf den Heimweg ins Tourhotel begeben und dieses am späten Nachmittag erreichen.

Tagesstrecke: ca. 310 km

Tag 4

Kärntner Seen und die Karawanken

Nach dem Frühstück starten wir zu dem Biker Mekka Österreichs, dem Faaker See. Unsere heutige Tour gehört nicht nur während der berühmten „European Bike Week“ zum Standardprogramm eines jeden Motorradfahrers, sondern zum Pflichtritual einer zünftigen Kärnten Motorradtour. Nach der Umrundung des Faaker Sees begeben wir uns zuerst in die Berge am Nordufer des Wörthersees. Von hier aus sind die Ausblicke auf den See und all seine umliegenden Landschaften besonders atemberaubend. Wieder hinab zum herrlichen Südufer des Wörthersees führt uns die Route vorbei an Klagenfurt. Wir fahren weiter durch das romantische Drau- und Loibltal hinauf zum 1368m hohen Loiblpass in den Karawanken und befinden uns kurz darauf in Slowenien. Das schönste am Loiblpass ist die Tatsache, dass wir durch ein LKW Fahrverbot und den nahen Karawankentunnel die Straße fast für uns alleine haben. Auf der Loiblpassstrasse schwingen wir weiter bis ins Herz der Karawanken nach Gobovce bevor wir uns wieder Richtung Norden wenden. Entlang der nördlichen Grenze des Triglav Nationalparks führt uns die Route in das Städchen Kranjska Gora, ein weiterer Tourpunkt des heutigen Tages.  Tarvisio und Pontrebba sind weitere Wegpunkte, bevor wir am Nachmittag unser Tourhotel erreichen.

Tagesstrecke ca. 310 km

Tag 5

Zur freien Verfügung

Heute wird entspannt und jeder macht was er will. Der Tourguide gibt gerne Tourentipps in die nähere Umgebung. Vielleicht fährt er auch eine kleine Runde, wer weiß.

Tag 6

Triglav Nationalpark und Julische Alpen

Unsere heutige Drei Länder Tour startet in Italien. Nach den ersten Spitzkehren an der Südrampe des Nassfeldpasses erreichen wir Pontebba und fahren weiter nach Tarvisio. Kurz hinter Tarvisio  führt uns die Route nach Arnoldstein in Österreich um nach kurzer Fahrt über den Wurzenpass in Podkoren schon Slowenischen Boden unter den Rädern zu haben. Im bekannten Wintersportort Kanjska Gora werden wir eine kurze Kaffeepause einlegen, bevor entlang der Save die anspruchsvolle Straße zum Vrsic-Pass dem höchsten Gebirgspass in Slowenien beginnt die im ersten Weltkrieg von russischen Kriegsgefangenen als Heerstraße zwischen dem Sava- und dem Soča Tal gebaut wurde. Die russische Kapelle an der Straße erinnert an die Todesopfer, die dem Straßenbau während dieser Zeit zum Opfer fielen. Wir fahren weiter durch den Triglav Nationalpark immer entlang der Soča, einem teilweise reißenden Fluss, der sich abenteuerlich durch den Nationalpark windet. Am Mangartsattel steigen wir von den Motorrädern und genießen den Blick von Slowenien in die Italienische Bergwelt um wenig später am Predil Pass Slowenien „Nasvidenje“ zu sagen und Italien mit einem „Bon giorno“ zu begrüßen. Über geschwungenen Asphalt gelangen wir zum idyllisch gelegenen Predilsee, welcher zu einer kurzen Rast einlädt. Den 1.195m hohen Neveasattel erfahren wir auf unserem Weg Richtung Westen durch die Julischen Alpen nach Chiusaforte und Moggio Udinese. In Tolmezzo biegen wir Richtung Norden ab und überqueren den Plöckenpass, der uns auf italienischer Seite mit atemberaubenden Straßenformationen erwartet. Wieder zurück in Österreich gelangen wir über Würmlach und Tressdorf wieder zum Tourhotel am Nassfeldpass.

Tagesstrecke: ca. 290 km

Tag 7

Die Königsetappe

Heute werden wir durch Kurven und Kehren wuseln, was das Zeug hält. Darum gut frühstücken, wir brauchen die Kraft und Ausdauer. Wir fahren vom Nassfeld hinab nach Pontebba und Moggio Udinese. Durch die Lavendelfelder von Venzone geht die Fahrt vorbei an Gevazzo Carnico nach Verzegnis und seinem gleichnamigen See. Die Auffahrt zur Sella Chianzutan ist noch recht gemütlich, aber dann wird  richtig kurvig und eng. Im Gegensatz zu den meisten Dolomitenrouten sind die alten Militärstrassen aus dem ersten Weltkrieg aus Mangel an schwerem Baugerät dem Gelände angepasst. Und eben das macht den Reiz dieser Gegenden im Friaul aus. Unterhalb der Baumgrenze klammern sich die Sträßchen an die Bergwände. Kleine unbeleuchtete Tunnel teilweise mit 180° Kehren sind keine Seltenheit. Der Passo Monte Rest ist mit seinen knapp über 1000 Höhenmetern eine recht enge und kurvige, aber für den erfahrenen Motorradfahrer eine wonnige Angelegenheit. Es geht nur selten mehr als 500m gerade aus. In dem ganzen Kurvengewusel kann es schnell passieren, dass man die Passhöhe, die im Wald liegt überfährt ohne es zu merken. In Ampezzo biegen wir ins Sauriser Tal ein, das neben seinen idyllischen Landschaften für seinen herzhaften Schinken bekannt ist. In Sauris Di Sotto wollen wir uns bei einer Kostprobe ein Bild davon machen. Doch wir sind noch nicht durch mit dem Kurvengewusel. Kurz hinter Ovaro erwartet uns mit dem Passo Monte Zoncolan ein weiterer Höhepunkt. Auf der knapp zweispurigen (im oberen Teil nur noch einspurigen) Westrampe schrauben wir uns durch drei enge Tunnel und Steigungen bis zu 20% hinauf zum Gipfel auf 1730m. Nichts für schwache Nerven. Aber auf der Ostrampe erreichen wir talwärts vergleichsweise gemütlich über breitere Straßen das Dörfchen Sutrio und gelangen weiter nach Tolmezzo. Wir gelangen über Moggio Udinese und Dogna wieder zurück zum Nassfeld ins Tourhotel. Das Abendessen haben wir uns heute redlich verdient.

Tagesstrecke: ca. 330 km

Tag 8

Lienzer Dolomiten und Gailtaler Alpen

Die Tagestour durch die Lienzer Dolomiten und Gailtaler Alpen im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Kärnten bietet uns nach der gestrigen Tour zum Ende unserer Kärnten-Reise echten Genuss für alle Sinne. Viele Kurven, die eine oder andere Spitzkehre, gemütliches Touren über kleinste Landstraßen abseits aller Hektik und durch sehenswerte Dörfer – all das würzt unsere letzte Tour in Kärnten ungemein. Wir nehmen uns Zeit für diese Runde über landschaftlich schöne Strecken.

Wir starten nach dem Frühstück und fahren über Tröpolach und Kötschach-Mauthen ins Lesachtal, dem vielleicht reizvollsten Tal in den Ostalpen. Hier erleben wir beeindruckende Ausblicke auf die Häupter der Karnischen Alpen, bevor wir über den 1530m  hohen Kartitscher Sattel ins Hochpustertal gelangen. Die Pustertaler Höhenstraße, eine der schönsten Panoramastrassen Osttirols erwartet uns auf dem Weg von Abfaltersbach bis kurz vor Lienz  mit ungezählten Kurven, herrlich gelegenen Höfen und kleinsten Dörfern bis hinauf auf 1800m Höhe. Die natürliche Sonnenterasse bietet uns traumhafte Ausblicke auf das zu unseren Füßen gelegene Hochpustertal. Eine Traumlandschaft für sich. Wir umfahren Lienz Richtung Oberdrauburg und biegen dort zum Gailbergsattel, der kurzen aber knackig kurvigen Verbindung zwischen Drautal und Plöckenpass ab. 14 Spitzkehren auf gut 14 km Strecke lassen das Bikerherz höher schlagen. Auf der Höhe werden wir auf der Gailberghöhe eine kurze Rast einlegen. Danach begeben wir uns weiter auf den Weg nach Greifenburg. Von Norden nach Süden fährt sich das Gitschtal ebenso schön wie umgekehrt und der Pressegger See bei Hermargor lädt uns zu einer weiteren Rast ein, bevor wir am späten Nachmittag zum Verladen der Motorräder in Tröpolach erwartet werden. Die Fahrt zum Tourhotel erledigen wir mit dem Shuttle und lassen den Tag bei gutem Essen und Getränken beschwingt ausklingen.

Tagestrecke: ca. 220 km

Tag 9

Wieder zurück nach Deutschland

Heute sagen wir Kärnten Servus und fahren nach dem Frühstück mit dem Shuttlebus wieder zurück nach Kalbach/Rhön. Die Ankunft ist am späten Nachmittag (verkehrsabhängig) geplant. Nach dem Entladen der Motorräder lassen wir die Tour im guten Silberdistel Tourhotel beim Abendessen und dem einen oder anderen Gläschen gemütlich ausklingen und begeben uns dann müde, aber mit tollen Erinnerungen an eine außergewöhnliche Motorradtour zu Bett. Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen treten wir die individuelle Heimreise an.